Externe SSD Infos

Warum brauche ich eine externe Festplatte?

Bilddaten werden dank Megapixelrace der Kamerahersteller immer größer, Filme mit 4K immer hochaufgelöster und die Musikbibliothek wächst eher, als dass man ausmistet. Oder aber Projekte und Arbeiten und müssen gesichert, archiviert und transportiert werden. Dafür reicht der Speicher in gängigen Desktop-Rechnern womöglich noch aus, bei Laptops und Notebooks muss man aber schon ordentlich zuzahlen, wenn man eine große Festplatte verbaut haben möchte. Online-Speicherdienste wie Dropbox & Co bieten nicht die gewünschte Kapazität – von der Sicherheit der Daten mal ganz abgesehen. Apropos Sicherheit – wer möchte schon gerne seine komplette Fotosammlung lediglich auf einem Notebook gesichert haben und bei Defekt, Diebstahl oder Verlust mit leeren Händen dastehen? Alles schon vorgekommen! In Zeiten, wo auch Mobilität eine große und immer wichtigere Rolle spielt, sind externe Festplatten ebenfalls nicht mehr wegzudenken. So hat man die Möglichkeit, sehr große Datenmengen in schnellster Zeit transportieren zu können.

Unterschied SSD HDD

Wie eingangs schon erwähnt, unterscheidet man bei Festplatten zwischen SSD und HDD. Diese sind sowohl im Aufbau als auch der Funktionsweise völlig unterschiedlich. Während HDD Festplatten noch in der Regel aus mehreren Magnetplatten bestehen und mit einem beweglichen Arm – im Prinzip wie bei einem Plattenspieler – ausgelesen und beschrieben werden, sind die Solid State Drives (SSD) komplett ohne Mechanik ausgestattet. Das Schreiben und Lesen von Daten erfolgt auf Flash-Speicherblöcken vollkommen elektrisch. Dabei spricht man auch von Ladungsspeicherung.

Vorteile von SSD Festplatten

Die Vorteile einer SSD gegenüber einer herkömmlichen HDD lassen sich anhand vier Faktoren erklären.

Geschwindigkeit: Der Datentransfer erfolgt mit einer Übertragungsrate, die weit über der einer normalen Festplatte liegt. Hier werden durch Strom in Sekundenbruchteilen Daten in den Flash-Speicherchips geschrieben oder ausgelesen. Bei einer gängigen Festplatte müssen die Magnetscheiben erst in Position (Zylinder, Track & Sektor) gebracht werden, damit der Schreib- und Lesekopf an die entsprechenden Daten gelangt. Gerade bei älteren Festplatten mit nur 5400 Umdrehungen pro Minute, kann dieser Vorgang bei größeren Datenmengen schon ordentlich Zeit kosten.

Lautstärke: Kein Motor, keine beweglichen Teile! Hier klappert nichts, es muss sich nichts drehen. Eine externe SSD ist komplett geräuschlos, da die Schreib- und Lesevorgänge nur durch elektrische Ladung erzeugt werden!

Energiebedarf: Da eben Strom nur für den Datentransfer benötigt wird, jedoch keine weiteren Komponenten angetrieben werden müssen – wie der Motor der HDD – kommt eine SSD mit sehr wenig Energie aus. So wenig, dass es über den herkömmlichen USB- oder Thunderbolt-Steckpatz mit Strom versorgt werden kann. Das mach die bisher üblichen Netzteile überflüssig.

Lebensdauer: HDDs sind wegen ihrer vielen beweglichen Teile viel anfälliger für Stöße und Erschütterungen. Ein Solid State Drive besteht lediglich aus verlöteten Speicher-Chips und einem Controller und kommt völlig ohne mechanische Bauteile aus. Natürlich ist auch solch eine Festplatte nicht vor roher Gewalt geschützt, aber es gibt immerhin schon Modelle die sogar wasserfest sind. Das Gerücht, dass SSD Speicherchips eine sehr begrenzte Lebensdauer haben und nur wenige Male beschrieben werden können, ist derweil überholt. Natürlich nimmt die Kapazitätsaufnahme eines Flash-Chips mit der Anzahl der Schreibvorgänge ab, diese ist aber dank Wear Levelling – der optimalen Verteilung der Abnutzung – so minimal, dass eine SSD deutlich länger durchhält, als eine HDD. Eine genaue Jahreszahl, wie lange eine SSD Festplatte hält, kann man so nicht genau sagen. Jedoch kann man auf jeden Fall sicher sein, dass es zurzeit die beste und schnellste Möglichkeit der Datenspeicherung ist. Solange kein Defekt vorhanden ist, kann eine SSD viele Jahre lang halten. Wird eine externe SSD langsam, sollten Sie die Daten minimieren.

Einsatzgebiete von externen SSD Festplatten

Überall, wo mit großen Datenmengen hantiert wird. Eine externe Festplatte bietet sich in vielen Fällen an. Ob es um die Archivierung der Fotosammlung geht, das Speichern von Videos oder die Weitergabe von Projektdaten an Kollegen und Kunden. Oder zur Sicherung der eigenen Daten, wenn nicht alles immer auf dem Laptop durch die Weltgeschichte getragen werden möchte. Zudem bieten sich externe SSD Festplatten gerade für Mac Nutzer als Backup-Festplatte für Time Machine an.

Sind SSD Festplatten mit allen Systemen kompatibel?

Die meisten Hersteller bieten Ihre Festplatten als Plug n‘ Play Variante an. Das bedeutet, USB-Kabel an den Rechner anschließen – und läuft! Jedoch gibt es das eine oder andere Modell, welches aufgrund eines minderwertigen Controllers nicht unbedingt für den Einsatz an Apple Computern zu empfehlen ist. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass es bei SSD keine Rolle spielt ob diese an Windows XP, Windows 7, Windows 8, Mac OS X oder Linux Rechnern angeschlossen wird. Hierbei ist es dennoch wichtig, auf die richtige Formatierung des Laufwerks zu achten. Dabei gibt es nämlich unterschiedliche Formate, die nicht immer systemübergreifend kompatibel sind. Für Windows Benutzer stehen die Formate FAT32 oder NTFS zur Auswahl, Mac User formatieren die SSD mit dem HFS+ System. Windows Nutzer sollten sich aber vorher Gedanken machen, ob sie des öfteren größere Dateien kopieren wollen oder ob ihnen die Kompatibilität zu anderen Geräten wichtiger ist. Denn FAT32 harmoniert zwar bestens mit Playstation oder Xbox, ist aber auf Dateigrößen von max. 4 GB limitiert. Wollen sie also regelmäßig Filme auf die SSD kopieren, die meist größer sind als 4 GB, dann formatieren sie die externe Festplatte im NTFS System.
Beim Formatvorgang werden alle Daten von der Festplatten gelöscht. Bei einer neu gekauften externen SSD reicht die Schnellformatierung, diese dauert meist nur wenige Augenblicke. Wie Sie eine SSD formatieren und weitere nützliche Tipps zur Verwendung von externen SSD Festplatten erhalten Sie auf dieser Seite.

Welche Anschlüsse besitzen externe SSD Festplatten

Bei externen SSD Festplatten hat sich ganz klar USB 3.0 als Standard durchgesetzt. Das liegt zum einen an einer guten Transfergeschwindigkeit – denn schon in der Vergangenheit haben sich langsamere Anschlüsse als Flaschenhals erwiesen – als auch an der Abwärts-Kompatibilität zum Vorgänger USB 2.0. Mit USB 3.0 können Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 500 MB/sübertragen werden. Wenn man bedenkt, dass die derzeit schnellste SSD von Samsung mit max. 450 MB/s gelesen werden kann, ist der USB 3.0 Standard prädestiniert für Solid State Drives. Zudem versorgt der USB Port die externe SSD mit Strom, so dass kein weiteres externes Netzteil an die Festplatte angeschlossen werden muss.

Der Vorgänger USB 2.0 wird rein technisch ebenfalls unterstützt, sollte aber lediglich als Notbehelf dienen, wenn die SSD beispielsweise an einen älteren Rechner oder einen Heimkino-Receiver gesteckt werden soll, der noch nicht mit einem USB 3.0 Port ausgestattet ist. Hier werden maximal Geschwindigkeiten von etwa 60 MB/s erreicht. Das ist zwar immer noch weit mehr, als herkömmliche Festplatten schaffen, allerdings wird der Geschwindigkeitsgewinn, den eine SSD bringen kann, deutlich verfehlt.

Ein weiterer Anschluss-Standard, der gerade im Apple Lager beliebt ist und sich hohen Zuwachsraten erfreut, ist Thunderbolt. 2011 von Intel und Apple entwickelt, erlaubt dieser Übertragungs-Standard Datenübertragungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,2 GB/s, der Nachfolger Thunderbolt 2 schafft sogar das Doppelte! Zudem ermöglicht es dieser Anschluss, bis zu 6 Geräte aneinanderzureihen, sofern diese ebenfalls über zwei Thunderbolt Ports verfügen. Man spricht dabei auch von Daisy Chain.

Warum ein SSD Festplatten Vergleich lohnt

Wie bereits beschrieben, gibt es viele Einsatzbereiche für externe Festplatten. Hier bleibt dem Endanwender überlassen, ob er die schnellste SSD benötigt, die Kapazität im Vordergrund steht oder das Gehäuse möglichst widerstandsfähig sein soll und beispielsweise bei Außeneinsätzen stark beansprucht wird. Für jemanden, der lediglich ein paar Daten auslagern oder eine übersichtliche Musikbibliothek archivieren möchte, wird eine externe SSD im unteren Preisbereich sicherlich ausreichen. Fotografen, Filmer oder Kreative, die Wert auf ordentliche Zugriffszeiten und eine höhere Kapazität von mindestens 500 GB legen, haben da einen ganz anderen Anspruch. Je nach Zweck sollte man hier externe Festplatten vergleichen um die optimale SSD zu finden.

Wo kann ich eine externe SSD kaufen?

Das größte Angebot erhalten sie sicherlich bei Amazon, aber auch die bekannten Elektronik-Riesen bieten eine große Auswahl an externen Solid State Drives an.